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Die Außenzentren | Aufklärung

Prävention und kürzere Wege für betroffene Frauen: die Außenzentren

Das Fistula-Hospital hat an fünf geographisch verteilten Standorten innerhalb Äthiopiens Außenzentren errichtet, in Bahr Dar, Mekele, Yirgalem, Harar und Metu. Damit soll eine adäquate Behandlung und Nachsorge der in den Provinzen lebenden Frauen mit Fistulaverletzungen gewährleistet werden. Von hier aus kann auch eine effektive Prävention und Aufklärung begonnen werden. In jedem Zentrum gibt es eine Krankenstation mit zwanzig Betten, einen Operationssaal, Unterrichts- und Verwaltungsgebäude wie auch weitere wichtige Einrichtungen. Die Zentren befinden sich in der Nähe der regionalen Krankenhäuser.

Behandlung

Ein auf Fistula-Operationen spezialisierter Gynäkologe kümmert sich um die Patientinnen, die eine Reise nach Addis Abeba nicht unternehmen können. Leichtere Operationen werden vor Ort vorgenommen.

Prävention

Frauen mit hohem Risiko steht während der Wehen kostenlose qualifizierte Notfallgeburtshilfe zur Verfügung. Zu den Risikofällen zählen die Frauen, die bereits zuvor Fistulabehandlungen hatten sowie sehr junge und behinderte Frauen.

Aufklärung

Die Außenzentren sollen als Anlaufstelle für traditionelle Geburtshelfer und andere im Gesundheitsdienst tätige Mitarbeiter dienen. Auf diesem Wege wird auch die lokale Bevölkerung über den Geburtsvorgang, seine Risiken und die mögliche Vorsorge unterrichtet.
Wir erhoffen uns hiervon langfristig eine Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins der Bevölkerung. In Zukunft werden auch die am Hamlin Midwifery College ausgebildeten Hebammen in den Außenzentren und den Dörfern in der Umgebung arbeiten.
Ausbildung und Unterricht Ein großes Problem auf dem Lande ist die geringe Alphabetisierung der Bevölkerung, ganz besonders der Frauen. Deshalb wird an den Außenzentren regelmäßig Unterricht in Schreiben und Lesen gegeben, um die Frauen darin zu unterstützten, selbständig ihr späteres Leben anzugehen.
Diese Befähigung ist wichtig um am sozialen Leben aktiver teilnehmen zu können. Es werden auch anderer Unterricht gegeben werden, zum Beispiel in Hauswirtschaft, Ernährung und Hygiene.

Scheidenfisteln sind vermeidbar und zu über 90 % heilbar

Prävention ist ein sehr großes Anliegen des Krankenhauses. Die erfolgreiche Operation ist lediglich der Beginn einer kontinuierlichen Betreuung der Frauen am Fistula-Hospital. Alle Patientinnen nehmen vor der Operation und während der Rekonvaleszenz an Unterrichtseinheiten teil, in denen sie Lesen und Schreiben lernen und über ihre Rechte sowie eine sichere Mutterschaft aufgeklärt werden. Über Workshops zum Thema Prävention können geheilte Patientinnen nach ihrer Rückkehr in ihre Gemeinden zu Botschafterinnen in Sachen Gesundheitspflege werden. Sie werden ihr Wissen über eine sichere Mutterschaft an ihre Familien, Freunde und Nachbarn weitergeben. Dies ist auch deshalb wichtig, weil die Bevölkerung durch die bei uns gängigen Medien wie Presse, Radio und Fernsehen in der Regel nicht zu erreichen ist.

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Die Außenzentren | Healthworker

Alle Außenzentren bilden sogenannte Healthworker aus. Darunter muss man sich traditionelle Hebammen, die Dorfchefs und andere Personen vorstellen, die in den Dörfern Autorität besitzen. Sie werden in dreijährigen Kursen ausgebildet und erhalten medizinische Grundkenntnisse. So soll ein Umdenken in der Bevölkerung bewirkt werden, damit die Frauen früher die Krankenhäuser aufsuchen um dort zu entbinden.
Die Landbevölkerung ist über die gängigen Medien nicht zu erreichen. Deshalb stellen die Healthworker eine wichtige Möglichkeit der Gesundheitsvorsorge und Aufklärung dar.

Die neueste Außenklinik in Metu bildet jedes Jahr 400 „Healthworker“ für Prävention und akute Hilfe aus. Nach einer dreijährigen Ausbildung gehen sie in die Dörfer und klären die Landbevölkerung über Gesundheit und Hygiene auf. Sie erkennen Risikoschwangerschaften rechtzeitig und bringen die Frauen zur Entbindung in die nächstgelegene Klinik.

Die Healthworker erkundigen sich nach isoliert lebenden Fistelpatientinnen, um diese über die Möglichkeit einer kostenlosen Behandlung zu informieren. Wir unterstützen die Ausbildung der Healthworker und tragen langfristig dazu bei, dass Geburtsfisteln in Äthiopien nicht mehr auftreten.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren mindestens 1.200 Healthworker auszubilden.
Diese Ausbildung wird gemeinsam von Fistula e.V. und Astellas Pharma finanziert.

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Die Außenzentren | Fotos

 

bahir Dar aussenzentrumBahr Dar


Das erste Außenzentrum wurde 2005 eröffnet. Es steht unter Leitung von Dr. Andrew Browning und liegt in der Kleinstadt Bahr Dar am Tana See in der fruchtbaren und bevölkerungsreichen Provinz Gojjam.

 

 

mekele ein Aussenzentrum von fistula hospitalMekele

Das zweite Außenzentrum in der Provinz Tigray wurde 2006 eröffnet. Es wird von Dr. Melaku geleitet und liegt in der Provinzhauptstadt Mekele. Der Norden Äthiopiens ist sehr trocken, die Menschen leben weit verteilt im zerklüfteten Hinterland und sind über Straßen kaum zu erreichen.

 

 

yirgalem aussenzentrum fistula hospitalYirgalem

Das dritte Außenzentrum in den südlichen Provinzen wurde in der Kleinstadt Yirgalem im Jahr 2007 eröffnet. Hier leben viele verschiedene Ethnien mit jeweils ihren eigenen Sprachen. Die Sprachenvielfalt stellt eine der größten Herausforderungen dar.

 

 

 

hararHarar

Das vierte Außenzentrum im Osten Äthiopiens wurde 2008 eröffnet und wird von Dr. Yifru geleitet. Harar liegt in der Nähe der Grenze zu Somalia, viele der Patientinnen kommen auch von dort.

 

 

 

metu aussenzentrum fistulaMetu

Das fünfte und vorerst letzte Außenzentrum wird im September 2010 in Metu in Westäthiopien eröffnet. Es ist von allen Außenzentrem am abgelegensten und von der Hauptstadt aus schwer zu erreichen. Auch die Patientinnen leben weit verstreut, Straßen gibt es kaum.

 

 

Aussenzentrenvon fistula äthiopien
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Healthworker
Medizinische Helfer/innen

Die neueste Außenklinik in Metu bildet jedes Jahr 400 „Healthworker“ für Prävention und akute Hilfe aus. Nach einer dreijährigen Ausbildung gehen sie in die Dörfer und klären die Landbevölkerung über Gesundheit und Hygiene auf. Sie erkennen Risikoschwangerschaften rechtzeitig und bringen die Frauen zur Entbindung in die nächstgelegene Klinik.

Die Healthworker erkundigen sich nach isoliert lebenden Fistelpatientinnen, um diese über die Möglichkeit einer kostenlosen Behandlung zu informieren. Wir unterstützen die Ausbildung der Healthworker und tragen langfristig dazu bei, dass Geburtsfisteln in Äthiopien nicht mehr auftreten.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren mindestens 1.200 Healthworker auszubilden.
Diese Ausbildung wird gemeinsam von Fistula e.V. und
Astellas Pharma finanziert.

www.ideenzone.de